Ohne Sibirien ist Russland undenkbar, seine Dimensionen sind schier unvorstellbar: 10 Millionen Quadratkilometer, 50.000 Flüsse, 5 Zeitzonen, 100 Völkerschaften. Die dreiteilige ZDF-Dokumentation berichtet über die drei grossen Etappen der gigantischsten Eroberung aller Zeiten sowie über die Menschen, die heute dort leben.
ABENTEURER UND KOSAKEN Kosaken vom Don und der Wolga waren die ersten, die den mutigen Schritt über den Ural wagten und in ein bis dahin völlig unbekanntes Land vorstiessen. Die Eroberung Kasans 1552 durch Iwan den Schrecklichen hatte den Weg nach Osten ermöglicht. Doch es vergingen noch 30 Jahre, bevor der russische Zar erkannte, welch Reichtum vor seinen Füssen lag. Ohne die Kaufmannsfamilie Stroganow wäre Sibirien vermutlich erst wesentlich später erobert worden.
FORSCHER UND REISENDE Peter der Grosse schätzte das unermessliche Potential des achten Kontinents richtig ein. Eine genaue Vorstellung über die Ausmasse des riesigen Gebietes besass jedoch niemand. Der Zar veranlasste die östlichen Grenzen Sibiriens festzuschreiben, nach Reichtümern zu suchen und das Land kartografisch zu erfassen. Kurz vor seinem Tod verfügte er noch die Grosse Nordische Expedition.
KURIERE UND SOLDATEN Nach der Kartografie mussten Verkehrswege und Handelsstrassen entstehen, um Sibirien an Europa anzubinden. Amerika und Kanada besassen bereits transkontinentale Zugverbindungen. Russlands Engagement im Fernen Osten machten den Eisenbahnbau - auch für den Transport von Militär - dringend notwendig. 1891 nahm Zar Nikolai II. den ersten Spatenstich zum Bau der Transsibirischen Eisenbahn vor.
FSK: Für alle Altersklassen freigegeben
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